Krankenschwester wegen Kritik von Asklepios entlassen

Was in Hamburg passiert, geht uns alle an:

Kündigung nach Interview mit dem Hamburg Journal

Es geht um ein Interview vom 17. Dezember 2020 im Hamburg Journal. Romana Knezevic, Sprecherin der Vereinigung “Krankenhausbewegung” und Asklepios-Beschäftigte, hatte dem Konzern unter anderem vorgeworfen, dass unter einem erheblichen Personalmangel die Behandlung und Sterbebegleitung der Patientinnen und Patienten leide.

Weitere Beschäftigte bekräftigen die Vorwürfe

Nachdem der Krankenhaus-Konzern diese Vorwürfe energisch zurückgewiesen hatte, legten einige Beschäftigte nach und bekräftigen die Vorwürfe – ebenfalls im Hamburg Journal. Doch der Konzern scheint den Konflikt offenbar eskalieren zu wollen.

NDR 29.12.2020
„Krankenschwester wegen Kritik von Asklepios entlassen“ weiterlesen

Arbeit während der Coronakrise

Das Klatschen vom Balkon ist inzwischen der Running Gag zum Thema Arbeit im Gesundheitssektor. Tatsächlich wurde die Coronakrise zu weiten Teilen von den Beschäftigten der Pflegebranche und die zahllosen Menschen, die es meist unentlohnt im familiären, häuslichen Umfeld tun, geschultert. Daß bei der ersten Welle Chaos und Unwissen herrschten, mag ja noch als Entschuldigung für viele Fehler durchgehen. „Arbeit während der Coronakrise“ weiterlesen

Kritik über Bande

Es scheinen die traditionellen Wege der Durchsetzung von Interessen der Beschäftigten wenig Vertrauen zu genießen. Es existieren zwar Gewerkschaft und Betriebsrat, doch einige Kollegen ziehen es vor, sich über die Medien direkt an die Öffentlichkeit zu wenden und so einen Druck zu erzeugen, den sie ihren Vertretern wohl nicht zutrauen. Aktuell wurde eine Kritik an den Arbeitsbedingungen in der taz öffentlich, die sich an der Arbeitskleidung festmacht, doch es geht um viel mehr. Genannt werden Personalmangel,  Überlastungen, gesperrte Betten, die (angeblich coronabedingte) Vertagung des Tarifabschlusses, verschobene OPs, weiterhin ist von Baumängeln und Fehlplanungen die Rede, bei denen die KollegInnen jetzt weitere Wege hätten. „Kritik über Bande“ weiterlesen

Wie weiter?

Kurzbericht von einem bundesweiten Treffen von Krankenhaus- und BetriebsaktivistInnen.

  • Die Bezahlung wird nicht als das vordringlichste Problem gesehen, der Arbeitsdruck muß deutlich reduziert werden.
  • Es muß eine zentrale Forderung werden, die Ökonomisierung des Gesundheitswesens zurückzunehmen. Weg mit den Fallpauschalen! Gesundheit ist keine Ware!
  • Wir dürfen die Spaltungen nicht verinnerlichen. Wir müssen solidarische Strukturen der Gegenwehr etwickeln, bei denen nicht gefragt wird, ob man aus dem pflegerischen Bereich oder dem Service kommt. Austausch und Zusammenhalt zwischen den KollegInnen von Station, aus Küche und Labor, Reinungungs- und Hilfskräfte, alle sind wichtig für den Klinkbetrieb, alle sind wichtig für eine erfolgreiche Gegenwehr.

Servicekräfte am UKSH

Es ist das klassische Vorgehen eines neoliberalen Managements, die Belegschaften zu spalten, Ausgliederungen zu gründen und die verschiedenen Beschäftigtengruppen unterschiedlich zu behandeln. Das gilt nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern genauso für die Fleischbranche oder die Autoindustrie.

Die Servicekräfte am UKSH zeigen sich besonders unzufrieden und kein anderes Thema dieses Blogs wird so oft angeklickt, wie der Servicebereich. Die Unzufriedenheit betrifft auch die gewerkschaftliche Vertretung. „Servicekräfte am UKSH“ weiterlesen