Arbeit und Arbeitskampf im Gesundheitswesen

Die Arbeit am Menschen ist etwas anderes als die Arbeit am Fließband.

Eine Arbeitsniederlegung in einer Fabrik gilt als Selbstverständlichkeit, wenn die Beschäftigten mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Eine Arbeitsniederlegung in einer Klinik konnte man sich lange Zeit in Deutschland nicht vorstellen. Man hörte vielleicht mal von so etwas aus Italien oder Lateinamerika, aber das ist weit weg und dort herrschen vielleicht auch völlig andere Bedingungen.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Es wird in Deutschland im Gesundheitswesen gestreikt. Man hat gemerkt, daß die Normalität im Gesundheitswesen eine größere Gefahr für das Wohl der Patienten bedeutet, als ein Arbeitskampf. Die Auseinandersetzungen in den Kliniken gehen schließlich um die Arbeitsbedingungen, unter denen nicht nur die Beschäftigten leiden, sondern auch die Patienten. Es haben sich Wellen an Arbeitskämpfen im Geundheitswesen entwickelt, die teilweise von Beschäftigten großer Industriebriebe neidisch bestaunt wurden. Es hat sich scheinbar eine neue Bewegung im Pflegesektor eintwickelt mit einem besonderen Potential. Deshalb wollen wir an dieser Stelle Meldungen und Erfahrungsberichte von Streiks und Protesten in der “weißen Fabrik” zusammentragen.

4 Gedanken zu „Arbeit und Arbeitskampf im Gesundheitswesen“

  1. Volksstimme-04.03.2014
    Verhandlungen zum hauseigenen Tarif der Median-Klinikgruppe
    Streik für Lohnplus: Flechtinger Klinikpersonal

    Ihrer Forderung nach fairem Lohn und einer Anpassung ihrer Gehälter an die anderen Kliniken der Gruppe im Osten haben die Mit- arbeiter der beiden Flechtinger Median-Kliniken am Montag Nachdruck verliehen.
    Rund 80 Mitarbeiter hatten ihre “aktive Mittagspause”, dazu genutzt, um in einem Rosenmontags- umzug an den Kliniken entlang zu ziehen, einige waren in Karnevalsmanier kostümiert, andere trugen die Westen der Gewerkschaft Verdi. Mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas und Rasseln zeigten die Frauen und Männer ihren Protest lautstark an, unterstützt von einige Patienten.
    “Die Kliniken schreiben schwarze Zahlen. Kein Grund, auf verdienten Lohn zu verzichten.”
    http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/gardelegen/1237607_Streik-fuer-Lohnplus-Flechtinger-Klinikpersonal-auch-fuer-Kalbe-aktiv.html

    Tagesspiegel-14.03.2014
    Beschäftigte fordern mehr Geld Warnstreik in Vivantes-Kliniken am Montag

    Am kommenden Montag könnte es in drei Berliner Kliniken zu massiven Beeinträchtigungen für die Patienten kommen. Die Beschäftigten von Vivantes wollen nach Tagesspiegel-Informationen mit einem Warnstreik den Druck in den bundesweiten Tarifverhandlungen erhöhen.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/beschaeftigte-fordern-mehr-geld-warnstreik-in-vivantes-kliniken-am-montag/9615664.html

    Radio Hamburg-23.04.2014
    Zweiter Warnstreik
    Streik an acht Hamburger Kliniken

    Um den Forderungen nach Gehaltserhöhungen von 150 Euro sowie ein weiteres Lohnplus von 3,5 Prozent Nachdruck zu verleihen, sollen die Beschäftigten zwischen 5:30 und 22:30 Uhr die Arbeit niederlegen.Verdi rechnet mit erheblichen Einschränkungen im Klinikalltag. Eine Notfallversorgung soll aber gewährleistet sein.
    An einem ersten Warnstreik am 8. April hatten sich rund 1.500 Krankenhaus-Mitarbeiter beteiligt. Die bislang zwei Verhandlungsrunden für die rund 14.000 Beschäftigten zwischen Verdi und dem Krankenhaus Arbeitgeberverband (KAH) haben kein Ergebnis gebracht.
    http://www.radiohamburg.de/Nachrichten/Hamburg-aktuell/Hamburg-regional/2014/April/Zweiter-Warnstreik-Streik-an-acht-Hamburger-Kliniken

    HL-live-15.07.2014
    An der Uni-Klinik droht ein Streik

    Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, hat am Dienstag die große Tarifkommission einstimmig beschlossen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären und die Urabstimmung im UK SH einzuleiten, nachdem gestern die 4. Verhandlungsrunde am UK SH nach einer Stunde ohne Ergebnis beendet wurde.
    Damit wird die Grundlage für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen geschaffen. Die Urabstimmung findet vom 28. bis zum 30. Juli 2014 statt.
    https://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=92730

  2. Weiter geht’s mit einem Nachritenpotpourri aus dem Jahre 2015

    AZ München 13.03.2015
    Öffentlicher Dienst:
    Demo in München
    Ca. 2300 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben am Freitag in Bayern die Arbeit niedergelegt. In München gingen etwa 1000 für eine Steigerung der Löhne auf die Straße.
    Vor der dritten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder haben am Freitag mehr als 2300 Beschäftigte in Bayern ihre Arbeit niedergelegt. An den Warnstreiks beteiligten sich Mitarbeiter von Kliniken, Schulen und Hochschulen, aus Verwaltungen, Gerichten, Theatern und Straßenmeistereien.
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayernweite-streiks-oeffentlicher-dienst-demo-in-muenchen.d898b800-c6c8-4dbd-8733-692ca25af194.html

    FR 25. März 2015
    Uniklinik Frankfurt
    Streik an der Uniklinik
    Verdi ruft die Beschäftigten der Frankfurter Uniklinik auf, heute die Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaft kämpft gegen Kürzungen bei der Altersvorsorge.
    http://www.fr-online.de/frankfurt/uniklinik-frankfurt-streik-an-der-uniklinik,1472798,30218704.html

    Wiesbadener Kurier 24.04.2015
    Belegschaft des Median-Klinikums NRZ streikt ganztägig
    Dann änderten sich die Verhältnisse: Die Rehaklinik-Gruppe wurde an den niederländischen Finanzinvestor Waterland verkauft. “Das neue Management will nicht mit Verdi verhandeln”, sagt Schulze-Ziehaus. Doch das sei dringend nötig. Es würden nicht nur schlechte Löhne gezahlt, weshalb viele Berufsanfänger mit geringen Gehaltserwartungen beschäftigt werden. Es geht auch um deren Überlastung: “Die Leute sind hier so knapp besetzt, es muss dringend mehr Personal her”
    http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/belegschaft-des-median-klinikums-nrz-streikt-ganztaegig_15253078.htm

    Tagesspiegel 28.04.2015
    Streik in der Charité
    Ein krankes System
    Der Charité-Ausstand ist im Kern ein politischer Streik – er fordert nicht nur die Universitätsklinik, sondern das Gesundheitswesen heraus. Zu Recht.

    Pflegefall Charité: Immer wieder streikt das Krankenhauspersonal gegen systematische Missstände in der Versorgung.

    Manchmal macht eine Handvoll engagierter Männer und Frauen einen Unterschied, der bald Hunderttausende, mittelbar gar Millionen betreffen wird. Als am Montag der Streik an der Charité begann, könnte das so ein Moment gewesen sein: Die Schwestern und Pfleger der Universitätsklinik legten die Arbeit nicht etwa nieder, weil sie mehr Lohn wollten – obwohl viele von ihnen auch damit einverstanden wären. Die Streikenden fordern hingegen mehr Kollegen auf den Stationen. Sie wollen nachts nicht mit 25 Patienten allein sein, sie wollen mit Schwerkranken reden, ohne gleich zum nächsten Patienten hetzen zu müssen, sie wollen Überstunden abbauen, statt anzuhäufen. Kurz: Sie wollen ein anderes Gesundheitssystem.
    Politischer Streik? Gut so
    Weil es den überraschend zahlreichen Streikenden nicht um die Löhne geht, sondern darum, die Spitze der Universitätsklinik zu einer anderen Personalpolitik zu zwingen, ist dieser Arbeitskampf im Kern das, was in Deutschland gar nicht erlaubt ist: ein politischer Streik. Aus mehreren Gründen ist das gut; nicht zuletzt der Charité wird es nützen.
    Eine Schwester betreut pro Schicht mindestens zehn Patienten. Das ergibt sich mittelbar durch das Fallpauschalensystem, eine 2003 eingeführte Finanzierungsregel, wonach Kliniken pro Patient und Diagnose eine fixe Summe von den Krankenkassen erhalten. Es wird also nicht das bezahlt, was die Klinik tatsächlich verbraucht. Nur wenn die Behandlungskosten unter dieser Pauschale bleiben, kann das Krankenhaus überhaupt Gewinne machen. In fast allen Kliniken werden die Patienten deshalb immer schneller behandelt und immer früher entlassen. In den Krankenkassen hat dieses System noch Fans, in der Politik schon weniger, in den Kliniken kaum.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/streik-in-der-charite-ein-krankes-system/11697956.html

    Tagesspiegel 09.06.2015
    Charité steht vor unbefristetem Streik
    Nach Verhandlungen, Warnstreiks und Urabstimmung startet an der größten Universitätsklinik Europas noch im Juni ein unbefristeter Ausstand. Verdi fordert mehr Pflegekräfte auf den Stationen.
    Ab diesem Montag wird Verdi seine Mitglieder unter den fast 15.000 Beschäftigten der landeseigenen Universitätsklinik zum Arbeitskampf aufrufen, neue Angebote der Charité-Spitze sind vorerst nicht zu erwarten. Eine Erklärung der Gewerkschaft soll demnächst folgen. Verdi fordert mehr Pflegekräfte auf den Stationen, um Stress, Fehler und Überstunden zu vermeiden. So fordert die Tarifkommission, dass eine Intensiv-Schwester künftig zwei statt wie bisher vier Patienten betreut. Gestreikt werden wird auf allen Campussen in Wedding, Mitte und Steglitz.
    Nach einem zweitätigen Warnstreik im Mai, bei dem sich mehr als 500 Schwestern und Pfleger beteiligt hatten, rief Verdi die eigenen Mitglieder zur Urabstimmung auf: 96 Prozent votierten für einen unbefristeten Streik.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/ausstand-der-pfleger-ab-22-juni-charite-steht-vor-unbefristetem-streik/11891534.html

    Tagesspiegel 22.6.2015
    Von Bett zu Bett hetzen – bis einer was vergisst

    Er ist eine von 4135 Pflegekräften an der Charité. Heute führt Carsten Becker Europas größte Uniklinik in einen Streik, der das Gesundheitssystem erschüttern könnte.

    Eigentlich ist dieser Carsten Becker eine von 4135 Pflegekräften der Charité. Ab Montag aber wird er Europas größte Universitätsklinik in den ungewöhnlichsten Streik des Landes führen. Streiks in Kliniken sind selten, besonders in der Pflege. Doch noch nie wurde für mehr Kollegen gestreikt, statt für mehr Lohn. Es ist ein lokaler Streik, über den sie in der Bundesregierung schon nachdenken, bevor er begonnen hat. Und ein SPD-Bundespolitiker vermutet: Da entstehe ein Flächenbrand.
    Charité verliert pro Streiktag 500 000 Euro
    http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/streik-an-der-charite-in-berlin-von-bett-zu-bett-hetzen-bis-einer-was-vergisst/11943850.html

    WSWS 24.6.2015
    Krankenhausstreik in Berlin
    „Man muss sich freimachen von der Gängelung durch die Gewerkschaft“
    Vielen Beschäftigten ist bewusst, dass Verdi für die miserablen Arbeitsbedingungen im Krankenhaus in hohem Maße mitverantwortlich ist. In den vergangenen Jahren hat die Gewerkschaft immer wieder Proteste und Streiks organisiert, nur um anschließend den Personalabbau in Zusammenarbeit mit dem Management und dem Senat durchzusetzen.
    https://www.wsws.org/de/articles/2015/06/24/char-j24.html

    Grafschafter Nachrichten 24.06.2015
    Klinik-Pflegekräfte protestieren auch in Nordhorn

    Die Beschäftigten protestieren mit der Aktion deutschlandweit gegen die Personalnot an Krankenhäusern, Personalvertretungen und Gewerkschaft fordern eine gesetzliche Personalbemessung.
    Nach Berechnungen der Gewerkschaft Verdi fehlen an Deutschlands Krankenhäusern 162.000 Fachkräfte, darunter mindestens 70.000 Pflegekräfte
    http://www.gn-online.de/nachrichten/klinik-pflegekraefte-protestieren-auch-in-nordhorn-114801.html

    HNA 24.06.15
    600 UMG-Mitarbeiter für mehr Personal vor der Klinik
    600 Mitarbeiter der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beteiligten sich am Mittwoch an einer besonderen Mittagspause. Damit wollen sie auf fehlendes Personal aufmerksam machen.
    https://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/verdi-aktion-umg-mitarbeiter-mehr-personal-klinik-5164380.html

    Merkur 24.06.15
    Gemeinsamer Kampf am und ums Krankenhaus
    Es war ein imposantes Bild, das sich gestern vor dem Eingang des Schongauer Krankenhauses bot: Rund 150 Beschäftigte – von der Pflegeschülerin über die Küchenkraft bis hin zum Chefarzt – hatten für rund 15 Minuten die Arbeit ruhen lassen und waren vor die Tür gegangen, um sich an der ver.di-Streikaktion zu beteiligen.
    http://www.merkur.de/lokales/schongau/schongau/gemeinsamer-kampf-krankenhaus-5165402.html

    Schwarzwälder Bote 25.06.2015
    Über 300 Mitarbeiter bei Klinik-Protest

    Mehr als 300 Beschäftigte des Schwarzwald-Baar-Klinikums haben gestern ihrer Forderung nach einer gesetzlichen Regelung für mehr Personal Nachdruck verliehen. Die Klinikleitung kann die Proteste nachvollziehen.
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-ueber-300-mitarbeiter-bei-klinik-protest.5d52274b-4fa2-4d56-9165-e7b4aea4cda3.html

    Tagesspiegel 23.06.2015
    Notstand in den Krankenhäusern
    Immer weniger Pflegekräfte für immer mehr Patienten
    An der Berliner Charité sind die Pflegekräfte wegen der ständig steigenden Arbeitsbelastung in einen unbefristeten Streik getreten. Doch an anderen Kliniken ist die Situation nicht besser. Immer weniger Personal muss immer mehr Patienten versorgen.
    http://www.tagesspiegel.de/politik/notstand-in-den-krankenhaeusern-immer-weniger-pflegekraefte-fuer-immer-mehr-patienten/11955246.html

    TV Aktuell 24.06.2015
    Streik gegen den Pflegenotstand
    In ganz Deutschland protestieren heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern gegen den Personalnotstand im Pflegebereich. Die Initiatoren kritisieren vor allem die geplante Pflegereform. Dadurch könnte bundesweit eine Finanzierungslücke von 500 Millionen Euro und deshalb ein Wegfall von 10.000 Pflegestellen entstehen.
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft deswegen heute Mittag zum Protest auf. Laut der Gewerkschaft fehlen in ganz Deutschland derzeit rund 162.000 beschäftigte in Krankenhäusern, davon allein 70.000 im Pflegebereich. Laut Angaben von ver.di ist das die bisher größte Aktion dieser Art im deutschen Gesundheitswesen.
    Heute soll es aus diesem Grund auch an ostbayerischen Krankenhäusern Kundgebungen geben. In Regensburg beteiligen sich Mitarbeiter des Caritas-Krankenhauses St. Jose, des Uniklinikums, der medbo und bei den Barmherzigen Brüdern. Auch bei den Sana-Kliniken im Landkreis Cham gibt es eine Protestaktion.
    https://www.tvaktuell.com/streik-gegen-den-pflegenotstand-137374/

    Mittelbayrische 23. September 2015
    Protest
    Auch Goldbergklinik-Mitarbeiter streiken
    Vom ärztlichen Direktor bis zum Azubi: 42 Mitarbeiter des Kelheimer Krankenhauses kämpfen in Berlin gegen Gröhes Reformpläne.
    Doch die Existenz der wohnortnahen Krankenhaus-Versorgung ist durch die von Gesundheits-Minister Gröhe geplante Strukturreform in Gefahr. Daher beteiligen sich 42 Mitarbeiter am Mittwoch, 23. September, am bundesweiten Ausstand.
    http://www.mittelbayerische.de/region/kelheim/gemeinden/kelheim/auch-goldbergklinik-mitarbeiter-streiken-22796-art1285889.html

  3. Nun können wir auf das Jahr 2016 zurückblicken. Aus der Flut an Presseberichten zu Kämpfen im Gesundheitswesen läßt sich ablesen, daß die Situation sich verschärft und eine Ruhe des Personals auch in Zukunft nicht zu erwarten ist. Die Diskussion wird politischer, die Forderungen lauter und dieProteste gewinnen an Dynamik.

    Hier einige Fundstücke von der Pirsch durch den Pressewald:

    NDR 8.4.2016
    Neuer Ärger beim Helios-Klinikum in Schleswig
    Güteverhandlung – so nennen Juristen die Termine, bei denen der Richter zunächst versucht, beide Seiten zu einer einvernehmlichen Lösung zu bewegen. Doch am Freitag wurde daraus nichts. Ausgangspunkt war der Streit um die Dienstpläne am Schleswiger Krankenhaus. Seit Ende März spricht die Chefetage nicht mehr mit dem Betriebsrat ab, wer wann wie lange eingesetzt wird.
    Zuvor wurden die Arbeitnehmervertreter offenbar regelmäßig umgangen, wenn kurzfristig Personal einspringen musste. Bereits 2013 und 2015 stellten Gutachter in einer sogenannten Gefährdungsermittlung fest, dass die Mitarbeiter am Rande der Belastbarkeit arbeiten – insbesondere auf der Intensivstation. Im vergangenen Oktober musste der Krankenhaus-Konzern Helios schließlich 20.000 Euro Strafe zahlen, weil die Schleswiger Klinik Vorgaben zum Einsatz der Ärzte auf der Intensivstation ignorierte.
    http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neuer-Aerger-bei-den-Helios-Kliniken-in-Schleswig,helios312.html

    Tagesspiegel 12.4.2016
    Erst streiken Hausmeister, dann Pflegekräfte
    In den Berliner Vivantes-Kliniken wird auch Mittwoch noch gestreikt – und Verdi ruft schon für Donnerstag bei der Awo zu Arbeitsniederlegungen auf.
    Es gibt Streik in den Vivantes-Kliniken – und eigentlich steht nicht nur ein Ausstand, sondern mehrere Arbeitskämpfe an. Zuerst legen an diesem Dienstag zahlreiche Handwerker und Reinigungskräfte die Arbeit nieder. Sie arbeiten für die „Vivantes Service Gesellschaft“, eine Tochterfirma der Klinikkette, und wollen bis Mittwoch streiken. Hintergrund sind umstrittene Ausgliederungen aus der Stammbelegschaft der landeseigenen Klinikkette: Für 250 der 900 der Service-Beschäftigten gilt kein Tarifvertrag.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/tarifstreit-bei-vivantes-und-awo-in-berlin-erst-streiken-hausmeister-dann-pflegekraefte/13432764.html

    Radio 91.2, 19.4.2016
    Streik in Dortmunder Kliniken
    In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst sollen am kommenden Donnerstag zahlreiche Krankenhäuser in Dortmund bestreikt werden.
    http://www.radio912.de/infos/dortmund/nachrichten/art749,1240000

    Junge Welt 20.4.2016
    »Die Bereitschaft zum Streik ist ungewöhnlich hoch«
    Der Klinikbetreiber Vivantes schiebt das Patientenwohl vor, um die Beschäftigten vom Ausstand abzuhalten.
    https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2016/04-20/035.php

    Mittelbayrische 21.4.2016
    „Wir sind total unterbezahlt“
    80 Mitarbeiter des Kelheimer Kreiskrankenhauses stehen auf und kämpfen für ihre Belange. Sie fühlen sich nicht wertgeschätzt.
    Zum ersten Mal seit Ende der 1980er Jahre schwenkten damit die Kelheimer wieder Banner und bliesen in Trillerpfeifen.
    http://www.mittelbayerische.de/region/kelheim/gemeinden/kelheim/wir-sind-total-unterbezahlt-22796-art1369499.html

    SWR Fernsehen 21.4.2016
    Streik im Klinikum Villingen-Schwenningen
    Ausnahmezustand auf den Stationen

    Der Streik im Öffentlichen Dienst – im Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen sind deshalb nicht nur Patienten gestresst. Auch Ärzte kommen an ihre Grenzen.

    Im Schwarzwald-Baar-Klinikum herrscht heute Ausnahmezustand

    Zu den 20 Kliniken, die heute in Baden-Württemberg bestreikt werden, gehört auch das Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen. Dort sind am Donnerstag ganze Stationen geschlossen. Zum Beispiel fallen auf der Intensivstation 12 von insgesamt 68 Betten weg. Außerdem sind zwei Normalstationen seit 6:00 Uhr OKdicht. Fast 40 Pflegekräfte sind im Ausstand.
    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/tuebingen/streik-im-klinikum-villingen-schwenningen-ausnahmezustand-auf-den-stationen/-/id=1602/did=17310720/nid=1602/1q1qgra/

    Höchster Kreisblatt 21.4.2016
    Streik am Höchster Klinikum

    Wieder Streiks im öffentlichen Dienst. Heute legen Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte aus dem Klinikum Höchst die Arbeit nieder.

    Rund 500 Klinik-Beschäftigte aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet erwartet die Gewerkschaft Verdi heute Mittag vor den Main-Taunus-Kliniken in Bad Soden. Für 12 Uhr ist dort eine Kundgebung geplant.
    http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Streik-am-Hoechster-Klinikum;art676,1971847

    Hannoversche Allgemeine 21.4.2016
    KRH-Streik ist nur der Anfang
    Der Verdi-Protestzug am Donnerstagvormittag am Krankenhaus Großburgwedel war nur der Anfang: Am Dienstag, 26. April, werden auch die ersten Eltern die Auswirkungen der Warnstreiks zu spüren bekommen.
    „Mehr Geld für gute Arbeit“, „Pflege soll nicht krank machen“, „Mehr von uns ist besser für alle“ – ihre Forderungen hatten sie auf ihre Banner geschrieben.
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Burgwedel/Nachrichten/KRH-Streik-ist-nur-der-Anfang

    NDR 21.4.2016
    Streik an Hamburger Krankenhäusern
    Mehrere Hundert Beschäftigte Hamburger Krankenhäuser haben bei einem Warnstreik für einen Tag die Arbeit niedergelegt. An dem Ausstand am Donnerstag beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di mehr als 1.600 Mitarbeiter. Etliche Operationen in den Kliniken hätten deshalb verschoben werden müssen.
    http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Streik-an-Hamburger-Krankenhaeusern,streik1290.html

    Saarländischer Rundfunk 21.4.2016
    Warnstreik: Großdemo in Saarbrücken
    Rund 3000 Teilnehmer waren erwartet worden – am Ende waren es ein gutes Stück mehr. Die Gewerkschaften sprechen von bis zu 6000 Demonstranten, die Polizeiangaben bewegen sich eher in der Nähe der 3000.
    In Saarbrücken wurden Verwaltung und Kitas bestreikt. Auch auch acht saarländische Krankenhäuser waren im Ausstand, was im Vorfeld für viel Wirbel gesorgt hat.
    http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/warnstreik_oeffentlicher_dienst_saarland100.html

    Leonberger Kreiszeitung 27.4.2016
    Krankenpfleger arbeiten am Limit – auch finanziell
    „Von unseren vier OP-Sälen ist heute nur einer in Betrieb“, sagt Benjamin Stollreiter.
    Verdi spricht daher schon von „neuen Streikformen“, die man im Gesundheitsbereich anwenden müsse. „Die Krankenhäuser fahren ja schon im Normalbetreibe eine Notbesetzung, weil sie keine Leute finden“, erklärt Christina Ernst, die Gesundheits-Gewerkschaftssekretärin.
    http://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.leonberg-krankenpfleger-arbeiten-am-limit-auch-finanziell.f6285b26-9f49-42bf-a15d-a28f149da870.html

    Thüringer Allögemeine, 28.4.2016
    Streik vor dem Krankenhaus in Friedrichroda: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

    Fachangestellte des Medizinischen Versorgungszentrums Waltershausen-Friedrichroda machten am Mittwoch erstmalig einen Warnstreik. Unbezahlte Überstunden häufen sich.
    http://gotha.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Streik-vor-dem-Krankenhaus-in-Friedrichroda-Gleicher-Lohn-fuer-gleiche-Arbeit-1668984904

    Sozialismusinfo 28.4.2016
    Vivantes und Charité streiken gemeinsam
    Streikende erheben auch Forderung nach mehr Personal
    https://www.sozialismus.info/2016/04/vivantes-und-charit-streiken-gemeinsam/

    Siegener Zeitung 4.5.2016
    Celenus-Fachklinik für Neurologie
    Klinik-Mitarbeiter streiken
    Hilchenbach. Seit den Morgenstunden bestreiken 70 Mitarbeiter der Frühschicht die Celenus-Fachklinik für Neurologie in Hilchenbach.
    http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Klinik-Mitarbeiter-streiken-6c24f6a9-68ec-4d42-939b-e169f58b3d37-ds

    Warnstreik der Klinikbeschäftigten als Fotostrecke

    Neue Osnabrücker Zeitung 24.5.2016
    Ab heute Streik bei den Ameos-Kliniken in Osnabrück

    Die Beschäftigungsstruktur bei Ameos ist schon jetzt so aufgestellt, dass ein breit aufgestellter Streik schwierig wird. „Von den gut 840 Beschäftigten sind etwa 140 Leiharbeiter. Die können nicht streiken“, meint Verlage. Weitere 50 Mitarbeiter sind Praktikanten oder im Freiwilligen Sozialen Jahr. Letztlich bleiben gut 600 Mitarbeiter, die potenziell in den Streik treten können.

    Allerdings haben die Mitarbeiter bereits 2014 gezeigt, dass sie sich durchaus Gehör verschaffen können. Im damaligen siebenwöchigen Streik waren die Streikenden auf den Märkten und auf Plätzen in der Stadt vertreten. Solche direkten Aktionen soll es auch in diesem Jahr wieder geben.
    http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/718020/ab-heute-streik-bei-den-ameos-kliniken-in-osnabruck#gallery&0&0&718020

    Ärzte Zeitung, 21.07.2016
    Knackpunkt ist der Kündigungsschutz
    Nicht-ärztliche Mitarbeiter an zwei psychiatrischen Kliniken in Niedersachsen streiken seit Wochen. Der Marburger Bund hat sich solidarisiert. Strittig ist vor allem die Länge des Kündigungsschutzes.
    Zudem fürchten die Gewerkschaft und fürchten die Mitarbeiter, dass Ameos die Belegschaft schleichend durch Leiharbeitskräfte ersetzt. Nachdem der Schweizer Klinikkonzern 2007 dem Land Niedersachsen die drei Häuser in Zuge der Privatisierung der Landeskrankenhäuser im Nordwesten abgekauft hat, gründete er eine Tochterfirma für Leiharbeiter.
    http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/916423/klinikstreiks-knackpunkt-kuendigungsschutz.html

    Junge Welt 22.7.2016
    »Die Unterstützung für unseren Streik hält an«
    Neun Wochen Streik haben die Beschäftigten der Ameos-Kliniken in Osnabrück und Hildesheim hinter sich. Am 24. Mai begann der Ausstand, der bis zum heutigen Tag fortgesetzt wird. Rufen Sie uns noch einmal in Erinnerung, worum es bei diesem Arbeitskampf geht.

    Unsere Gewerkschaft ver.di hatte den bestehenden Tarifvertrag gekündigt und Ameos zu Verhandlungen über eine neue Regelung aufgerufen. Doch die sind nach geraumer Zeit gescheitert. Wir hatten etwa eine Anpassung der Entgelte verlangt, um sie auf das Level des Tarifvertrags des öffentlichen Diensts, TVöD, zu bringen. Auch für die Leiharbeiter in unseren Häusern wollten wir Regelungen finden. Bei uns in Osnabrück werden etwa 150 eingesetzt, in Hildesheim sind es ähnlich viele. Wir wollen auch den auslaufenden Kündigungsschutz verlängern. Das würde vielen im Betrieb Halt geben.

    Sozialismusinfo 31.8.2016
    Aufstand der Töchter hat begonnen

    Berlin: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei CFM und VSG

    Bei einer Solidaritätsveranstaltung des ‚Bündnisses Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus‘ wurde Ende August über eine neue Runde im Kampf der Beschäftigten der outgesourcten Servicegesellschaften der beiden großen Krankenhausbetriebe in Berlin diskutiert. Nach dem erfolgreichen Kampf der Beschäftigten an der Charité für mehr Personal im Krankenhaus, streiken am 7. September die KollegInnen der Charité-Tochter „Charité Facility Management“ (CFM).
    https://www.sozialismus.info/2016/08/aufstand-der-toechter-hat-begonnen/

    Lausitzer Rundschau 23.9.2016
    Servicekräfte streiken für mehr Lohn vor dem Thiem-Klinikum
    Cottbus Sie fühlen sich als Mitarbeiter zweiter Klasse, fordern mehr Lohn, bessere Urlaubsregelungen und die Einbindung in den Tarifvertrag des Carl-Thiem-Klinikums: Mitarbeiter der Thiem-Service-GmbH hatten sich gestern zur Streikkundgebung vor dem Krankenhaus versammelt.
    Servicekräfte streiken für mehr Lohn vor dem Thiem-Klinikum
    Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Servicekräfte die Eingruppierung in den Tarifvertrag des CTK. Ihnen drohe sonst Altersarmut.
    “Wir sollen das lächelnde Aushängeschild des CTK sein und verdienen so schlecht, dass wir zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind”, sagt Sabine Block, die seit drei Jahren auf den Stationen Essen austeilt, Betten reinigt, Getränkeprotokolle schreibt und Wege für die Patienten erledigt. Sie verdient nur knapp über Mindestlohn, darf nur 32,5 Stunden pro Woche arbeiten. Mit ihr streikten gestern rund 50 Prozent der 105-köpfigen Belegschaft. Wer nicht am Streik teilnahm, wurde vom CTK mit 30 Euro und einem Obstteller belohnt.
    http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Servicekraefte-streiken-fuer-mehr-Lohn-vor-dem-Thiem-Klinikum;art1049,5612908

    NDR 31.10.2016
    Gewerkschaften fordern mehr Krankenhauspersonal
    Auf die Krankenhäuser in Deutschland könnte eine Streikwelle zurollen. Damit will die Gewerkschaft ver.di für mehr Pflegekräfte in den Kliniken kämpfen.
    http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Gewerkschaften-fordern-mehr-Krankenhauspersonal,pflegekraefte118.html

    NDR 1.11.2016
    Asklepios: Streiks in Hamburg und Bad Schwartau
    Rund 110 Beschäftigte der Asklepios Kliniken in Schleswig-Holstein und Hamburg haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt
    Die ganztägigen Warnstreiks an den Kliniken in Hamburg und Bad Schwartau sollen bis einschließlich Donnerstag stattfinden.
    http://www.ndr.de/nachrichten/Asklepios-Streiks-in-Hamburg-und-Bad-Schwartau,warnstreiks352.html

    (To be continued)

    1. Bild 24.01.2017
      21 Kliniken betroffen
      Gewerkschaft droht mit Krankenhaus-Streik
      Über­ar­bei­tet und un­ter­be­setzt: Das Kran­ken­haus­per­so­nal im Saar­land geht am Krück­stock jetzt droht die Ge­werk­schaft mit einem Me­ga-Streik im März!
      https://www.bild.de/regional/saarland/saarland/gewerkschaft-droht-mit-krankenhaus-streik-49938220.bild.html

      NDR 19.09.2017
      Warnstreik am Sana-Hanse-Klinikum in Wismar
      Rund 70 Angestellte des Sana-Hanse-Klinikums in Wismar sind am Dienstagmorgen in den Warnstreik getreten. Sie verlangen von der Geschäftsführung einen neuen Tarifvertrag, der das Personal entlastet.
      Gewerkschaft: “Überlastung ist unerträglich”
      https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Warnstreik-am-Sana-Hanse-Klinikum-in-Wismar,streik1614.html

      Berliner Morgenpost 19.9.17
      Charité wegen Streiks im Ausnahmezustand
      Fast die Hälfte der planbaren Operationen abgesagt
      Alle Standorte des Klinikums vom Ausstand betroffen
      https://www.morgenpost.de/berlin/article211968703/Charite-wegen-Streik-im-Ausnahmezustand.html

      Hessenschau 19.9.17
      In Marburg, Gießen und Höchst
      800 Klinik-Mitarbeiter streiken für mehr Personal
      Mit Warnstreiks in Frankfurt, Gießen und Marburg haben Klinikbeschäftigte für mehr Personal demonstriert.
      https://www.hessenschau.de/wirtschaft/klinik-beschaeftigte-streiken-fuer-mehr-personal-,verdi-warnstreiks-kliniken-100.html

      Augsburger Allgemeine 25.09.2017
      Augsburg
      400 Mitarbeiter aus dem Klinikum streiken für mehr Personal
      Die Beschäftigten im Pflegebereich fordern Mindeststandards für die Besetzung von Stationen und bessere Ausbildungsbedingungen.
      https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/400-Mitarbeiter-aus-dem-Klinikum-streiken-fuer-mehr-Personal-id42773121.html

      BR 10.10.2017
      Pflege-Desaster
      Klinikpersonal demonstriert in Bad Wörishofen
      Aus Protest gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Pflegenotstand an den Krankenhäusern hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit das Klinikpersonal zu Warnstreiks aufgerufen. Am Rande einer Tagung der bayerischen Krankenhausdirektoren in Bad Wörishofen demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft 200 Leute für mehr Personal.
      https://www.br.de/nachricht/schwaben/inhalt/klinikpersonal-demonstriert-in-bad-woerishofen-100.html

      Merkur 27.10.17
      „Uns sterben die Leute weg“
      Am Donnerstag haben die Pflegekräfte der Helios Amper-Kliniken zum zweiten Mal gestreikt. Die Stimmung unter dem Pflegepersonal ist aufgeheizt, die Probleme werden deutlich angesprochen. Namentlich möchte aber keiner genannt werden, da die Angestellten „Repressalien von Seiten der Klinikleitung fürchten“.
      Dachau – In ihren Augen reichen die Vorschläge der Geschäftsleitung nicht aus. Denn die „Frage des Geldes ist nebensächlich“, wie eine Reihe von Pflegern bekräftigte. Sie wollen eine deutliche Verbesserung der Arbeitsumstände erreichen.
      https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/streikendes-klinikum-personal-schlaegt-alarm-uns-sterben-leute-weg-8810437.html

      Report-D 25.10.2017
      Düsseldorf: Demozug der Beschäftigten der Uniklinik am zweiten Streiktag
      Seit Dienstag (24.10.) sind die Beschäftigten der Universitätsklinik Düsseldorf (UKD) und der Tochterfirmen im Streik. 48 Stunden dauert der Warnstreik, mit dem die Klinikleitung zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft bewegt werden soll, um eine Entlastung des Pflegepersonals zu erreichen. Die Klinik sieht sich nicht in der Pflicht zu verhandeln.
      https://www.report-d.de/Wirtschaft/Gewerkschaften/Duesseldorf-Demozug-der-Beschaeftigten-der-Uniklinik-am-zweiten-Streiktag-86210

      Merkur 19. November 2017
      Das Helios-Amper-Klinikum bekommt Druck von unten
      Eine neue Bürgerinitiative will für bessere Pflege in der medizinischen Einrichtung kämpfen.
      Die Stimmen der Patienten, die mit der Amper-Klinik Dachau unzufrieden sind, mehren sich – zumindest wenn man ins Internet schaut.
      https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/nach-klagen-druck-von-unten-1.3754130

      Humanistischer Pressedienst 21. Nov 2017
      Wenig Transparenz, fehlende Aufsicht:
      Die Sonderrechte der kirchlichen Unternehmen
      Trotz mehrerer Finanzskandale genießt der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands, die Kirche, weiterhin erhebliche Sonderrechte. Das kann nicht nur teuer für den Steuerzahler werden, sondern verzerrt auch den Wettbewerb. Ist das noch gerechtfertigt?
      Am 11. Oktober um 6 Uhr morgens wagten rund 50 Beschäftigte des katholischen Klinikums im saarländischen Ottweiler einen Tabubruch: Sie streikten für einen gewerkschaftlichen Tarifvertrag.
      Es ist der erste Streik seiner Art, denn Beschäftigte von kirchlichen Trägern dürfen eigentlich nicht streiken. Ebenso wenig steht den Mitarbeitern ein gewerkschaftlicher Tarifvertrag zu. Zwei von vielen Ausnahmeregelungen, die für kirchliche Mitarbeiter und für ihre Arbeitgeber gelten.
      Kirchliche Arbeitgeber sind längst Big Player in der deutschen Wirtschaft. Die Kirchen besitzen milliardenschwere Konzerne und beschäftigen insgesamt 1,3 Millionen Mitarbeiter, betreiben zwei Drittel der Krankenhäuser und tausende von Pflegeeinrichtungen. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich von ihren gewerblichen oder weltlichen Konkurrenten: Sie werden vom Staat besonders, und oft auch bevorzugt behandelt – mit Hilfe von öffentlichen Geldern.
      Eine absolute Ausnahmestellung haben die kirchlichen Unternehmen im Punkt Arbeitsrecht. Bei konfessionellen Institutionen darf nicht gestreikt werden, gewerkschaftliche Tarife sind äußerst selten, Betriebsräte gibt es nicht. Den Streikenden in Ottweiler drohen zum Beispiel arbeitsrechtliche Konsequenzen. Die Begründung: Ein Arbeitskampf sei nicht mit dem Dienst am Nächsten vereinbar.
      https://hpd.de/artikel/sonderrechte-kirchlichen-unternehmen-15009

      Dienstag wieder Warnstreik an der Düsseldorfer Uniklinik
      Der Arbeitskampf an der Uniklinik spitzt sich weiter zu: Am Dienstag um 6 Uhr beginnt ein weiterer 48-stündiger Warnstreik. Es drohen viele Einschränkungen für Patienten: Die Gewerkschaft Verdi hat das Krankenhaus aufgefordert, nur sechs von 36 OPs zu betreiben.
      rp-online 24. Oktober 2017 https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/dienstag-wieder-warnstreik-an-der-duesseldorfer-uniklinik_aid-20665135

      Uniklinik Düsseldorf lässt Streik gerichtlich verbieten
      Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat den von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für diese Woche Dienstag und Mittwoch angekündigten Streik an der Uniklinik auf Antrag des Krankenhauses untersagt.
      Biblomed Pflege 16.11.18 https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/33782-uniklinik-duesseldorf-laesst-streik-gerichtlich-verbieten/

      Die Pflegekräfte am Uniklinikum wollen mehr Personal · Sie legen am Mittwoch die Arbeit nieder
      Eigentlich wollten die Pflegekräfte am Uniklinikum Tübingen (UKT) schon vor einem Monat für mehr Personal streiken – die Arbeitergeberseite beantragte aber eine einstweilige Verfügung, die Gewerkschaft Verdi sagte die Aktion deshalb ab.
      Tagblatt 9.12.17 https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Die-Pflegekraefte-am-Uniklinikum-wollen-mehr-Personal-Sie-legen-am-Mittwoch-die-Arbeit-nieder-356474.html

      Amperklinik Dachau
      Verdi akzeptiert Streikverbot nicht
      Das Arbeitsgericht untersagt den geplanten dreitägigen Streik der Pfleger am Dachauer Krankenhaus. Jetzt erwägt die Gewerkschaft, gegen das Urteil vorzugehen
      Süddeutsche 6. Dezember 2017 https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/amperklinik-dachau-verdi-akzeptiert-streikverbot-nicht-1.3781218

      Düsseldorf: Tarifstreit an Uniklinik eskaliert
      Nach einer Stunde erklärte Verdi gestern die Sondierung mit dem Krankenhaus für gescheitert. Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn und eine Arbeitsentlastung – darauf sei das Klinikum kaum eingegangen.
      rp-online 9. Dezember 2017 https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/tarifstreit-an-uniklinik-eskaliert_aid-20669193

      Tagblatt 14.12.17
      Klinik-Beschäftigte streiken für Entlastung und mehr Personal · Arbeitsdruck enorm verschärft
      Einen fulminanten Protestauftakt erlebte das Tübinger Klinikum gestern beim ersten ganztägigen Warnstreik der laufenden Tarifverhandlung. Dem Demozug am Abend von der Frauenklinik bis zur Karlstraße schlossen sich mehr als tausend Demonstranten an.
      https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Klinik-Beschaeftigte-streiken-fuer-Entlastung-und-mehr-Personal-Arbeitsdruck-enorm-verschaerft-357107.html

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