An einem Freitag, den 13. sollte man nicht zu schnell arbeiten und auch keine wichtigen Geschäfte abwickeln. Vielleicht bleibt man sogar besser im Bett.
Die aktion./.arbeitsunrecht hat sich vorgenommen, den augenzwinkernden Aberglauben in der deutschen Arbeitswelt rund um Freitag, den 13. zu nutzen. Wir wollen den Schwarzen Freitag als Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung etablieren.
Der nächste Schwarze Freitag findet am 13. Januar 2017 statt und richtet sich gegen den Reha-Konzern Median-Kliniken GmbH. Warum?
Warum protestieren wir am Schwarzen Freitag, 13. Januar 2017 gegen den Reha-Konzern?
Es wird ja gern angeführt, man trage Protestaktionen oder gar Arbeitskämpfe auf dem Rücken der Patienten aus. Wir wissen, daß das Unsinn ist und daß Sparzwang und Profitmaximierung zu lasten des Personals und genauso zu lasten der Patienten gehen.
Intern haben wir bereits diskutiert, daß es gut wäre, Patienten und Personal zusammenzubringen, damit sie mit gemeinsamen Forderungen an die Öffentlichkeit treten. Wir wissen, daß so etwas in verschiedenen Ländern (z.B. Italien) seit Jahren praktiziert wird.
Nun haben wir auch ein Beispiel, daß so etwas auch in Deutschland funktioniert:
Patienten solidarisieren sich mit Personal der Eifelhöhen-Klinik
Wir haben jetzt auf der Titelseite der Kieler Nachrichten, was wir schon lange wußten: Beim Durchsetzen kostengünstigeren Wirtschaftens bleibt der Patient auf der Strecke:
Es ist eigentlich nichts Neues. Es ist schon lange klar, daß das „Sparen“ nicht nur auf Kosten der Beschäftigten geht, sondern auch auf Kosten der Patienten. Die Profitgier untergräbt sogar die Mindeststandards, die eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Längst nicht mehr hinter vorgehaltener Hand äußerten Kollegen die Ansicht, „Wenn das so weitergeht, gibt es Tote.“
Jetzt sind Hinweise auf die skandalösen Zustände auch an die Öffentlichkeit gelangt.
Ein Millionenspiel. Die Marktwirtschaft hat ein Eigenleben. Der Schwund jeglicher politischer Kontrolle, das Erblühen neuer Seilschaften und der Vetternwirtschaft sind Kennzeichen der heutigen Zeit. „Monopoly“ weiterlesen
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert das Vorgehen der UKSH-Akademie, wonach die betriebliche Mitbestimmung für die circa 400 Auszubildenden der Krankenpflege oder Hebammen abgeschafft worden sei.
Nach Betriebsverfassungsgesetz haben Auszubildende das Recht, eine Jugend- und Auszubildenden-Vertretung zu wählen.
Im Gesundheitswesen bekommen wir stets zu hören, daß effizienter gearbeitet werden muß, weil „kein Geld“ da sei. Doch jetzt wird uns vorgeführt, daß Geld nur fehlt, wenn es um Gesundheit und den Lohn harter Arbeit geht. Geht es um Bankenrettung und um den Ersatz verzockter Riesensummen, sprudeln Milliardenbeträge aus den öffentlichen Kassen:
Der teuerste Tag der Landesgeschichte?
Heute haben Hamburg und Schleswig-Holstein faule Kredite der HSH Nordbank übernommen. Ein Fünf-Milliarden-Euro-Deal – und das könnte erst der Anfang sein. „Der Griff in die Kassen“ weiterlesen
Die Organisation oder besser: Bewegung „Care Revolution“ ist zu wichtig, als daß wir sie nur in unsere Linkliste aufnähmen. Sie ist ein Hinweis darauf, wie sich die politische Kultur verändert und wie sehr die traditionellen gewerkschaftlichen Konzepte ausgedient haben.
Allein Schleswig-Holstein fehlen über 4000 Pflegekräfte. Situation spitzt sich weiter zu
Gegen den Pflegenotstand in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Schleswig-Holstein haben rund 600 Pflegekräfte am Donnerstag in Lübeck und Kiel demonstriert. Zurzeit hätten Pflegekräfte allein in Schleswig-Holstein 1,2 Millionen Überstunden angesammelt, es gebe einen Bedarf im Norden von 4000 zusätzlichen Stellen und bundesweit von 162.000, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Steffen Kühhirt. Verdi hatte am Internationalen Tag der Pflege den Aktionstag „für mehr Personal und Entlastung in Krankenhäusern und Altenpflege“ ausgerufen – mit Protesten auch in Schwerin und Rostock. Insgesamt demonstrierten laut Verdi mehr als 1000 Pflegekräfte.