Klinikchefs schreiben Erpresserbrief

Es ist nichts neues, daß Bauprojekte als “Public-Private-Partnership” (PPP) zulasten der öffentlichen Hand gehen.
Undurchsichtige Planungen und Verträge sind ein Indiz für ein bewußtes Verschleiern und ein kriminelles Vorgehen.
Medien titelten Der geplünderte Staat. Schleswig-Holstein scheint eine Hochburg der Wirtschaftskriminalität zu sein. Mit der HSH Nordbank und den UKSH haben wir es mit windigen Geschäften, deren Finanzlöcher von der Öffentlichen Hand gestopft werden müssen, ungeahnten Ausmaßes zu tun.

Eine besondere Dreistigkeit ist hierbei das Auftreten der Klinkchefs. Was sie selbst als “Brandbrief” bezeichnen, ist nichts anderes, als eine erpresserische Forderung von 50 Millionen Euro an die Politik, bei der man die Patienten als Geiseln einsetzt:

Die Versorgung der Patienten könne „nur noch auf einem Mindestniveau aufrechterhalten“ werden

heißt es in den Kieler Nachrichten.

Einge Leserbriefe bei KN Online sind erschreckend. Man hat die neoliberale Argumentation übernommen, bei der die Gesundheit zur Ware verkommen ist. Man will nun schlichtweg vorn liegen im Konkurrenzkampf und achtet dabei nicht darauf, daß es um erzwungene Griffe in die Kassen geht und das Wohl der Patienten und Klinikbeschäftigten dabei auf der Strecke bleibt.

Weiteres zur Kostenexplosion gibt’s hier.

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